Als Fox die Serie "Firefly" bereits nach wenigen Folgen einstampfte, hätte niemand gedacht, dass die existierenden 15 Folgen einmal einen Fanstamm binden könnten, der es Macher Joss Whedon erlauben würde einen Feature-Film als Fortsetzung des Stoffs ins Kino zu bringen. Jetzt kommt "Serenity" in unsere Kinos und stellt damit den eindrucksvollen Beweis dar, dass auch heute noch eine Fanstimme zählt.
"Firefly" und jetzt "Serenity" erzählt die Geschichte einer Raumschiffbesatzung am Rande der Legalität. Angeführt von Captain Malcom "Mal" Reynolds muss die "Serenity" gegen die Allianz zu Felde ziehen, die Passagier River Tam und Ihren Bruder Simon verfolgen, um River wieder in ein Forschungsinstitut und Simon in den Knast zu bringen - hat er doch seine Schwester aus den Fängen den Schurken befreit. Um die Außreißer wieder zurück zu holen hat die Allianz diesmal einen neuen Spieler aufs Feld geschickt. Der unter auf den schlichten Namen "the Operative" hörende Killer zieht dabei eine Schneise der Verwüstung durch die bekannte Galaxis. Am Ende steht die Enthüllung eines großen Geheimnisses und vielleicht der Anfang etwas völlig neuem.
Mehr sei zur Story aber nicht veraten, der der Film schlägt doch den einen oder anderen Storyhaken. Whedon schafft es bravorös sowohl Neulingen einen Einstieg in seine Welt zu geben, als auch Fans auf Ihre Kosten kommen zu lassen. Dabei ist der Film kurzweilig, die Action knallig und die coolen Ein-Zeiler kommen sogar in der Deutschen Synchro gut rüber. Allerdings muss man als "Firefly"-Neuling in recht kurzer Zeit einen batzen an Information verarbeiten. Vorher Serie kucken hilft immens, den Durchblick zu behalten.
Ein weiteres Detail fällt sofort auf: Der gesammten Cast ist der Spaß an den Dreharbeiten anzumerken, da macht das zusehen gleich nochmal soviel Laune!
Bleibt dem gelungenen SciFi-Film zu wünschen, dass er sein Publikum findet und ein Erfolg wird, Filme wie "Serenity" sind selten und der Mut des Studios, dem Whedon volle Kontrolle zu gewähren sollte belohnt werden!