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Übersicht:

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The Fall - Last Days of Gaya

Inhalt:

Im Jahre 2062 ging die Welt unter. Nach einem Anschlag einer Sekte auf ein Terraforming Programm der Regierung wurden Massen an Kohlendioxid in die Atmosphäre geleitet. Die Nachfolgen Naturkatastrophen zerstörten die Städte und ließen Anarchie ausbrechen. In dieser Welt regieren Banden und die Menschen haben wieder kleine Gemeinschaften gegründet.

Nach einem Überfall auf das Dorf unseres Alterego durch die „Redscull“, bei dem seine Mutter getötet und sein Vater und seine Schwester verschleppt wurden, schwört er bittere Rache. Er schliesst sich der neuen Regierung als Söldner, um seinen Blutdurst zu stillen. Doch letztendlich steckt dann natürlich doch weit mehr dahinter und er muss mit seiner Truppe einige Hürden bis zu Happy End nehmen.

„The Fall – Last Days of Gaya“ ist ein reinrassiges Rollenspiel, das neben allen dazu gehörenden Features auch eine schöne 3Dimensionale, voll scroll- und zoombare Umgebung mitbringt, in der es sogar Tag und Nacht gibt. Dabei wirken die Städte, wenn auch nicht ganz so dicht besiedelt lebendig und man kann die Menschen beobachten, wie sie morgens aufstehen und sich zur Arbeit aufmachen und sich abends ans Feuer setzten, bevor sie wieder das Bett aufsuchen. Dabei erweist sich das Spiel als echter Ressourcenfresser, das alle Details nur bei modernen Highend Systemen ruckelfrei wiedergibt.

Die Story ist abwechslungsreich und hält neben der Haupthandlung mit vielen Plottwists auch eine Menge Subquests bereit, die man annehmen kann, aber nicht muss. Z.B. helfen wir einem Zeitungsverleger, der die erste Zeitung nach dem Untergang aufmachen will, indem er uns als fliegender Reporter verpflichtet.

Dabei stehen uns bis zu 5 Sidekicks zur Verfügung, die wir entweder im Rangerlager anwerben oder unterwegs aufgabeln können. Der Held selbst wird am Anfang durch einen Fragebogen oder freie Wahl zusammengepuzzelt und kann wahlweise männlich oder weiblich sein. Durch Kämpfe und bestandene Quests erhalten wir Erfahrungspunkte, die unseren Helden seine Fähigkeiten und Charakteristika verbessern lassen.

Die Kämpfe laufen in Echtzeit ab, dabei sorgen 5 Schwierigkeitsgrade aber auch für ein Einsteigerfreundliches Spielerlebnis.

Das Interface ist übersichtlich und lässt wahlweise alle Charaktere oder das Inventar eines Einzelnen sehen. Daneben gibt es eine Karte, die sich transparent schalten lässt und von der Größe anpassbar ist und eine Statusleiste, wo wir beispielsweise einstellen können, dass das Spiel pausiert, wenn ein Charakter einen Feind sieht, oder wie sich die Gruppe bei einem Angriff verhalten soll.

Leider hat die Medialle zwei Seiten, denn so gut der erste Eindruck des Spiels, der Story und des Gameplay auch ist, so sehr versagt das Spiel in der B-Note! Wie andere traurige Beispiele wie das gefloppte „Deus Ex: Invisible War“ wurde das Spiel zu früh veröffentlicht. Dabei reden wir hier nicht nur von kleinen Schnitzern, sondern größeren Performance-Bugs und unschönen Detailfehlern. Nicht von ungefähr bietet die Spieleschmiede bereits das Update auf die Version 1.6.5 des Spiels auf Ihrer Homepage an. Trotzdem läuft das Spiel auf einigen Systemen immer noch recht instabil und steigt auch einmal gerne mitten im Spiel aus. Da heisst es so häufig wie möglich Speichern und Zähne zusammen beißen, aber der Frustfaktor ist unnötig hoch.

Fazit:

Hätten die Entwickler sich vielleicht noch 3 Monate mehr Zeit gegeben, hätte das Spiel locker mit Genre-Klassikern wie „Wasteland“, „Bad Blood“ und „Fallout“ mithalten können. So bleibt zwar immer noch ein gutes Spiel, allerdings mit bitterem Beigeschmack! Willkommen in den Wastelands…